
Reden wir über KI… schon wieder!
Es ist ein notwendiges Gespräch, gerade jetzt, da „Ohne KI“ zum neuen Bio-Siegel wird. Aber ist eine so drastische Haltung wirklich nötig?
KI ist schon lange überall. In der Kreativbranche sollten wir sie weder ignorieren noch verteufeln. Sie steckt in unseren Kameras, im Eye-Tracking und ganz sicher in Photoshop, und das seit vielen Jahren. Die meisten gängigen Programme haben KI längst integriert, aber damals haben wir ihr nie die Führung überlassen. Sie war immer ein Werkzeug, nie der Regisseur. Deshalb gilt die alte Regel: Die Dosis macht das Gift.
Das eigentliche Problem ist nicht die Technologie selbst. Es ist die digitale Reizüberflutung. Große Kreativität hat einen Duft, einen Klang, ein Gefühl. Sie kann rau und überraschend sein. Sie lebt vom menschlichen Element: dem Chaos, dem Widerspruch, der individuellen Handschrift.
Für Kreative geht es darum, das richtige Rezept zu finden. Es ist wie beim Kochen: Zu viel Salz, und das Gericht ist ruiniert. Bei KI ist es genauso. Wird zu viel davon verwendet, schmeckt am Ende alles gleich. Die Kunst ist, die richtige Balance zu finden und KI bewusst einzusetzen: um Unmögliches möglich zu machen, Budgets im Griff zu behalten oder neue Formen von Kreativität zu entdecken. Transparent, ehrlich, authentisch und mit Charakter.
Vielleicht wird menschliche Intelligenz plötzlich zum neuen Premium in der Kreativbranche, zum Goldstandard in Werbung, Design und Marketing.
Aber warum alles in Schwarz und Weiß sehen? Es kommt auf die Mischung an. Echte, hochwertige menschliche Kreativität kann heute ohne den gezielten, bewussten Einsatz von KI kaum noch mithalten.
Ja, auch wir bei INMEDIA nutzen KI, an der richtigen Stelle und in der richtigen Dosis. Denn gefährlich ist die Überdosis. Sie tötet die Magie. Und dann ist der Rausch vorbei.
Wie schade.

